Die aktuellen Entwicklungen rund um die ehemalige Eifelhöhenklinik Marmagen geben aus unserer Sicht wieder Anlass zu großer Sorge und werfen nach wie vor zahlreiche offene Fragen auf.
Insbesondere die Einstellung der Versorgung mit Strom, Wasser und Gas zeigt, dass sich die Situation rund um die Immobilie weiter zuspitzt. Hinzu kommen Einschränkungen im Mobilfunkempfang, die erhebliche Auswirkungen auf die Menschen vor allem in Marmagen, ortsansässige Unternehmen sowie sicherheitsrelevante Akteure wie Feuerwehr oder Polizei haben können. Auch wenn eine kurzfristige Wiederherstellung der Versorgung angekündigt ist, bleiben zwei entscheidende Fragen bestehen: Wie konnte es überhaupt so weit kommen – und für uns als neue Fraktion ganz wichtig: wie kann es jetzt weitergehen?
Besonders betroffen ist auch der Sportverein SG Sportfreunde 69, der mit gleich fünf Abteilungen – Fußball, Volleyball, Darts, Gymnastik und Basketball – kurzfristig Ausweichmöglichkeiten für den Trainings- und Spielbetrieb suchen muss. Kinder, Jugendliche, Sportlerinnen und Sportler und Eltern bekommen das direkt zu spüren. Für ein solches Aushängeschild des Ehrenamts in unserer Gemeinde dürfte sich diese Situation wie ein Schlag ins Gesicht anfühlen.
Wir haben heute eine Anfrage an den Bürgermeister sowie an alle Fraktionen gerichtet, um diese offenen Fragen umfassend aufzuklären und eine transparente Darlegung zu erhalten, wie seit dem Beschluss des Gemeinderates vom 26.09.2023 zum Ankauf der Eifelhöhenklinik weiter verfahren wurde.
Denn für uns stellt sich eine zentrale Frage: es besteht ein aus unserer Sicht gültiger Ratsbeschluss zum Ankauf der Eifelhöhenklinik. Warum wurde dieser nicht umgesetzt?
Bis heute ist für uns nicht nachvollziehbar, ob und wann dieser Beschluss aufgehoben oder geändert wurde. Sollte ein solcher Beschluss existieren, dann müssen wir andere Mittel und Wege finden, um die derzeit desolate Situation zu entschärfen und langfristige Planungssicherheit für die Menschen, den Ort und die Gemeinde zu schaffen. Sollte dies nicht der Fall sein, bedarf es einer ebenso klaren und für alle Bürgerinnen und Bürger verständlichen Erklärung, warum der Ankauf nicht weiterverfolgt wurde.
Besonders kritisch sehen wir zudem erneut den Informationsfluss. Wiederholt entsteht der Eindruck, dass wesentliche Entwicklungen zunächst über Presseberichte bekannt werden, während eine umfassende und frühzeitige Informationder Bürgerinnen und Bürger und auch des gesamten Rates sowie der Fraktionen ausbleibt. An dieser Stelle möchten wir Bernd Maus danken, dass er in der Ratssitzung vom 24.03.2026 die Probleme auf den Tisch gebracht hat.
Gerade bei diesem sensiblen Thema erwarten wir Transparenz, Verlässlichkeit, eine frühzeitige Einbindung aller politischen Akteure – und insbesondere auch der betroffenen Bürgerinnen und Bürger durch die Verwaltung und den Bürgermeister. Sobald uns eine Rückmeldung seitens der Verwaltung vorliegt, werden wir hierüber selbstverständlich transparent informieren.
Noch entscheidender ist jedoch die Frage, wie es jetzt weitergeht.
Die aktuelle Situation darf kein Dauerzustand bleiben. Es braucht kurzfristig Klarheit darüber, welche konkreten nächsten Schritte geplant sind und wie eine weitere Verschlechterung der Lage verhindert werden kann.
Dazu gehört aus unserer Sicht insbesondere:
Aus diesem Grund haben wir im Rahmen unserer Anfrage auch Akteneinsicht beantragt. Ziel ist eine vollständige Aufarbeitung der bisherigen Abläufe sowie eine klare Darstellung der aktuellen Situation und der bestehenden Handlungsmöglichkeiten. Damit alle gleichermaßen informiert sind und auf dieser Basis gute und zukunftsfähige Entscheidungen treffen können!
Es geht uns ausdrücklich nicht um politische Zuspitzung, sondern um Transparenz, Nachvollziehbarkeit und verantwortungsvolle Entscheidungen im Interesse unserer Bürgerinnen und Bürger: sie haben ein berechtigtes Interesse daran zu erfahren, wie es zu dieser Entwicklung kommen konnte – und vor allem, wie es nun weitergeht.
Aus unserer Sicht ist es nicht nachvollziehbar, dass gleichzeitig von Transparenz, Zusammenhalt und einer gemeinsamen Entwicklung der Eifelhöhenklinik gesprochen wird, konkrete Inhalte zu Konzepten, Fördermöglichkeiten oder weiteren Schritten bislang jedoch weder gegenüber dem gesamten Gemeinderat noch öffentlich nachvollziehbar dargestellt wurden. Zudem bestehen weiterhin zahlreiche Unklarheiten, offene Fragen und nicht ausreichend erläuterte Zusammenhänge.
Eine frühzeitige, umfassende und transparente Darstellung dieser Grundlagen hätte aus unserer Sicht in Beschlüssen und Sitzungen zu einer besseren gemeinsamen Entscheidungsbasis beigetragen und das Ergebnis auch gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern transparenter und nachvollziehbarer gemacht.
Unser Anspruch ist es, diese Themen gemeinsam, transparent und auf Grundlage nachvollziehbarer Fakten zu diskutieren und voranzubringen. Wir stehen für eine sachliche, offene Zusammenarbeit und sind jederzeit bereit, an einer nachhaltigen und transparenten Lösung aktiv mitzuwirken.
Herzliche Grüße
Eure BvE
BvEifel – Gemeinsam. Transparent. Mit Respekt. Nachhaltig.